FJ Wieselburg
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Dienstag 23. Oktober 2018 | Von: Elisabeth Sieder (3LT), Johannes Thier

Eine Woche im Balkanfieber

Vom 13. bis 19. Oktober 2018 machten sich die Schüler der 3LT mit ihrem Jahrgangsvorstand Johannes Thier und dem Sozialpädagogen und Autor Dietmar Gnedt auf den Weg Richtung Balkan.


Diese Reise war Teil des großen fächerübergreifenden Schuljahresprojekts „Balkanfieber“, im Zuge dessen wir das gleichnamige Buch von Dietmar Gnedt schon gelesen hatten.


Das erste Ziel hieß Zemun (Stadtteil von Belgrad) in Serbien, wo wir zwei wunderschöne Tage mit den Schülern und Schülerinnen unserer Partnerschule, dem Gymnasium Zemun verbrachten. Am zweiten Tag nahmen wir an der zweisprachigen Lesung aus dem Buch Balkanfieber von Herrn Dietmar Gnedt teil.

Diese Lesung war Teil eines größeren Schulfestes, sodass wir es mit unserem Projekt auch in die serbischen TV-Hauptnachrichten schafften.


Am dritten Tag machten wir uns auf den Weg nach Srebrenica in Bosnien-Herzegowina, wobei wir beim Berg Avala und dessen Fernsehturm einen Zwischenstopp einlegten und nochmals einen Blick auf Belgrad erhaschen konnten.


Nach einer langen Reise genossen wir in unserer Pension in Srebrenica ein gemeinsames Abendessen und einen entspannten Abend mit unseren Begleitpersonen.


Am Dienstag begaben wir uns auf die Spuren des Massakers von Srebrenica, das 1995 stattfand. Ein Student, der 1994 geboren wurde, erzählte uns mit eindruckvollen Worten von diesen Tagen und seiner Kindheit in Bosnien.
Noch am selben Tag setzen wir unseren Weg nach Sarajevo fort. Dienstagabend und Mittwoch erkundeten wir mit unserem Guide Mucky diese überaus reizende Stadt.


Wir erfuhren viel Historisches über Sarajevo: Über den alten osmanischen Teil mit dem noch existenzten Bazar, über den österreichischen Teil mit der ersten Straßenbahn Europas und über den modernen Teil von Sarajevo mit vielen Hochhäusern. Sarajevo war und ist ein Schnittpunkt von Orient und Okzident.
Den Platz des Attentats vom 28. Juni 1914, das den 1. Weltkrieg auslöste, sahen wir genauso, wie die Stätten der Winterolympiade von 1984


Auch die schicksalhafte Zeit der Belagerung von Sarajevo, die insgesamt 1425 Tage, von 1992-1996 dauerte, wurde uns lebendig vermittelt.


Am Donnerstag begannen wir schließlich mit der Busfahrt zurück nach Österreich, wobei wir noch einen Zwischenstopps in Jablanica (Brücke über die Neretva), in Mostar (historische Altstadt) und schließlich in Zadar in Kroatien einlegten.


Am Freitag, den 19. Oktober, kamen wir um 17 Uhr erschöpft, aber bereichert mit vielen neuen Eindrücken wieder gesund in Wieselburg an.

Blick auf Sarajevo
Ort des Attentats auf Franz Ferdinand
Zerschossenes Hochhaus
Opfer von Srebrenica
Grabsteine in Srebrenica
Interessante Details
Berühmte Brücke von Mostar
Schulprojekt in Zemun
Bei der Lesung
Unsere Gruppe am Berg Avala